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Dieses tolle Video habe ich eben zufällig auf Facebook gefunden und für ziemlich gut befunden. Ich wollte sie unbedingt auch auf meinem Blog mitteilen und meine Gedanken und Gefühle, die ich Moment habe, freien lauf lassen. Ich möchte diese paar Zeilen wirklich mit euch teilen und ich würde mich freuen, wenn ihr euch kurz die Zeit dazu nehmt und diesen Post liest. Nach diesem Video fragte ich meinen Vater vorhin, weshalb er eigentlich hier in Deutschland geblieben ist. Er war nämlich auch Gastarbeiter und kam im Jahre 1971 mit 24 Jahren nach Deutschland. Von Deutschland aus wurde ein Antrag nach Arbeitern gestellt und somit kam ihm die Idee als Arbeiter überhaupt hier hin zu kommen. Nicht, weil er sich hier ein neues Leben machen wollte, sondern weil Deutschland ihn nach Arbeit gefragt hatte und er das Geld brauchte.
Wer würde denn freiwillig seinen Land und Familie verlassen wollen? Niemand..
Wisst ihr, mein Vater wurde als ein armes Kind geboren und lebte in seiner Jugend bei seinem Onkel, weil beide Elternteile als er ganz klein war, gestorben waren. Er hatte einfach gar nichts in der Hand und deswegen nahm er das Angebot Deutschlands an, weil er sich mit dem Geld, das er hier verdienen würde, ein neues Leben in der Türkei machen wollte.
Das Harte ist: Er war mit meiner Mutter damals frisch verheiratet, gerade mal 3 Monate hatten sie zusammen verbracht und schon kam er hier hin.. In ein Land, das für ihn völlig fremd war und seiner Kultur nicht entsprach. Das Härteste ist aber immer noch, dass er hier in Deutschland 3 Jahre am Stück blieb. Nur einmal in diesen drei Jahren hatten sie sich getroffen, da kam meine liebste Mami für 3 Monate nach Deutschland. Danach waren sie wieder auseinander für 1,5 Jahre..
Zuerst arbeitete mein Vater in Bremen als Angestellter in einer Textilfabrik für 2 Jahre, danach in Wolfsburg und später in Braunschweig im Volkswagen als Mechatroniker für 21 Jahre. Harte Zeiten und harte Jahre für ihn..
Und das Ende vom Lied..: Er wurde krank und konnte nicht mehr arbeiten! Krass oder?
Sie wollten oft in die Türkei zurückkehren, von 1983 bis 1987 versuchte meine Mutter wieder rückzukehren, weil sie es hier einfach nicht mehr aushielt. Mein Vater musste hier bleiben und arbeiten, weil sie keine andere Chance hatten und auf das Geld angewiesen waren.
Und jetzt sind sie hier. Mehr als die hälfte ihres Lebens haben sie in ein Land verbracht, was sie eigentlich nicht wollten. Sie haben keine Investitionen hier gemacht, obwohl sie sich für Deutschland entschieden haben. Ihr Lebensziel, eine Rückkehr in die Türkei in Wohlstand und Ansehen, ließ sich leider nie realisieren.
Meine Mutter erzählte mir noch, dass sie sich keine schönen Wohnungen mieteten, sondern eher preiswerte Wohnungen bevorzugen. Ihre Sparneigung war einfach viel zu groß, weil sie sich immer noch die Option offen hielten, in die Heimat zurückzukehren.
Weshalb ich das hier alles schreibe und es der ganzen Welt mitteile? - Weil ich darüber einfach traurig bin, wie UNSERE Bürger mit uns umgehen.
Ich bin traurig, weil ich oft als Ausländer abgestempelt werde. Ich bin traurig darüber, weil ich mir immer wieder anhören muss, wie scheiße doch Türken sind. Ich bin traurig darüber, weil wir nicht als Deutsche angesehen werden, sondern immer als eine Person, die gar nicht zu Deutschland gehört, dabei aber ein ganz großen Teil der Bevölkerung Deutschlands darstellt.
Ich kann nicht genau sagen, wo meine Heimat ist, oder wo ich mich zu Hause fühle. Ich bin hier geboren, bin hier mit ein bisschen türkisch und mit ein bisschen deutsch aufgewachsen, besuche hier die Schule und habe hier meine ganzen deutschen, aber auch türkischen Freunde.
Wie kann ich dann sagen, dass ich nur Türkin bin oder nur Deutsche? Ich bin doch von jedem ein bisschen! Und wenn man mich fragt, für welches Land ich mich entscheiden würde, hätte ich auch keine Antwort dafür, denn in der Türkei bin ich Deutsche und in Deutschland Ausländer.
Ich weiß nur, dass ich die Ayse bin, die zur Hälfte Deutsche ist und zur anderen Hälfte Türkin und dass mein Herz für beide Länder schlägt!
P.S.: Ich bin unglaublich Stolz auf meine Eltern und ich liebe sie über alles! Sie sind wirklich die wichtigsten Personen in meinem Leben und ich bin so froh, solche tollen und starken Eltern wie sie zu haben!




ein so schöner artikel meine liebe und du hast sooo recht <3 ganz viele küsschen an dich und an deine wundervolle familie <3
ReplyDeleteIrgendwie klingt das alles total traurig. Aber du hast eine total starke Familie !!
ReplyDeleteHmm.. Leider versteh ich dabei nicht, warum du traurig darüber bist, das wie du sagst Deutschland euch nicht akzeptiert, wenn deine Eltern doch selber wieder zurück wollen. Oder meintest du, deine Eltern wollen zurück, weil sie hier nicht akzeptiert wurden?
ReplyDeleteIch bin traurig, weil ich oft als Ausländer abgestempelt werde. Ich bin traurig darüber, weil ich mir immer wieder anhören muss, wie scheiße doch Türken sind. Ich bin traurig darüber, weil wir nicht als Deutsche angesehen werden, sondern immer als eine Person, die gar nicht zu Deutschland gehört, dabei aber ein ganz großen Teil der Bevölkerung Deutschlands darstellt.
DeleteDu solltest nicht traurig darüber sein, dass Du als Ausländer abgestempelt wirst. Du solltest nicht traurig darüber sein, wie scheisse Türken sind. Du solltest nicht traurig darüber sein, dass Du nicht als Deutsche angesehen wirst.
DeleteWir sind keine AUSLÄNDER, sondern Mitbürger mit Migranten-Hintergrund! Alle Menschen, die in Deutschland leben wirklich ALLE, fahren auf den Strassen, die die SCHEISS TÜRKEN mitgebaut haben und vieles mehr. Ich bin lieber eine scheiss Türkin die zum Wirtschaftswachstum und zum Intelligenzwachstum deutschlands was beisteuert, als eine Deutsche die den Staat um Geld anbettelt (Minderheit) Und jedes zweite Wort boah ey, oder Alder ist !!! Du solltest aufhören als Deutsche akzeptiert werden zu wollen. Wozu? Sei stolz darauf was Du bist. Nämlich anders. Nämlich TÜRKIN. Üzülme Öpt.
unglaublich guter text und vor allem so wahr!
ReplyDeletehttp://i-vomit-triangles.blogspot.com/
Liebe Ayse,
ReplyDeleteich finde toll, dass du solche Beiträge postest. Es ist sehr wichtig, diese Themen etwas verstärkter in den Vordergrund zu bringen. Denn wie du schon sagst, werden Türken bzw. Ausländer direkt als "Ausländer" abgestempelt.
Ich bin auch eine Türkin oder auch Deutsche mit türkischen Wurzeln, meine Geschichte bzw. die Geschichte meines Großvaters ist fast dieselbe wie von deinem Vaters. Auch er kam als Arbeiter nach München, daraufhin folgten ihm seine Söhne, dann Töchter und eben meine Großmutter. Bei uns haben es einige geschafft wieder in die Heimat zurückzukehren, einige aber auch nicht, da man trotzdem an Deutschland gebunden ist egal aus welchen Gründen.
Am schlimmsten finde ich, dass wir Bürger mit Migrationshintergründen immer die schwierigsten Hürden bewältigen müssen, während andere es viel einfacher haben. Habt ihr euch je gefragt warum in Hauptschulen oder Gesamtschulen viel viel mehr Ausländer vorhanden sind als auf Gymnasien? Komischerweise mussten alle Top Manager in Deutschland besonders türksiche Frauen sich in Hauptschulen, Realschulen Abitur etc etc etagenweise hochschlagen.
Auch mir geht es so, ich habe ganz unten angefangen, ich wurde nicht auf's Gymnasium zugelassen, da die "Angst" bestand ich würde es eventuell nicht schaffen, obwohl ich in der Klasse unterfordert war. Aber heute bin ich stolz auf mich, ich studiere, arbeite seit meiner Abi Zeit und möchte insallah meine Träume&Ziele im Berufsleben verwirklichen.
Und das allerschlimmste: "LERNT ERST MAL DEUTSCH" Kommentare, weil wir manchmal ein paar grammatikalische Fehler machen. :) Mach ich bis heute noch, vielleicht hier in dem Text irgendwo auch. Sorry ich muss am Tag 3 Sprachen anwenden :D
Unser Schicksal: in der Türkei "Almanci" in Deutschland "Ausländer", aber who cares!? Wir sind Wir, Menschen mit Herz und Blut unterschiedlicher Rassen, Religion und Hautfarbe.
Sevgiler
Yasemin
:*
Wirklich sehr sehr schön geschrieben, danke für deinen Beitrag! Auch, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast. Hab mich darüber sehr gefreut! ♥
Deletesehr mutig, dass du so einen ehrlichen text teilst. mir gehts ähnlich, nur dass ich in kirgisien geboren bin. meine eltern sind vor 23 jahren mit 3 kindern und 3 koffern nach deutschland gekommen und haben aus dem nichts ein tolles leben aufgebaut und uns vieles möglich gemacht. in russland waren sie die ungeliebten deutschen, hier in deutschland sind sie russen und überall ist die frage nach der herkunft viel zu laut...meine güte, was für ein leben...man sollte doch fast meinen, dass sich die welt verändert hat und die menschen dazulernen, aber nein...
ReplyDeleteliebe grüße, eva <3
Ich gebe euch allen recht, denn viel zu viele Menschen hier denken so, wie ihr es kritisiert...
ReplyDeleteAber um dem ganzen Thema auch etwas Hoffnung zu geben: es gibt auch andere deutete :) ich persönlich bin nur deutsch, was ich eIgentlich schade finde, da mehrere Länder und Sprachen doch eine kulturelle Bereicherung sind.
Viele, sehr viele meiner Freunde sind deutsch UND noch etwas, sie haben Hintergründe aus den verschiedensten Ländern.
Selbs mein Freund ist halb deutscher, halb Russe. Und ich sehe das als Bereicherung. Wenn wir mal Kinder kriegen freue ich mich, dass die dann zweisprachig aufwachsen können.
Ich beschäftige mich sehr viel mit Kultur, Land & Sprache meines Freundes...
Wenn ich einen Menschen treffe, sehe ich ihn als MENSCH. Nicht als deutscher oder Mexikaner oder Ägypter oder........ Was er dann ist, kann er mir selbst sagen. Ganz unabhängig davon nach was er vielleicht aussieht. Man ist doch das, wonach man sich fühlt. Egal wo man geboren wurde. Vllt ist man auch mehreres, so wie du Ayse.
Es gibt auch deutsche, die das alles zu schätzen wissen & den ganzen multikulti als Bereicherung betrachten :)))
Liebe grüße
Kaya
PS:
ReplyDeleteHabe erst deinen Text gelesen und meinen Kommentar geschrieben & dann erst das Video gesehen...
Da ja im Schlusswort gesagt wird, die deutsch deutschen drücken sich darum, den deutsch türken (& allen anderen!!!) zu sagen, dass sie willkommen sind....:
Herzlich willkommen! Ich bin froh dass ihr da seid :)
Wie hätte ich sonst zb die liebe meines Lebens treffen sollen....(siehe mein erster Kommentar)
ein sehr schöner Text..diese ganzen Vorurteile sollten langsam mal aus den Köpfen der Leuten verschwinden!
ReplyDeleteIch finde es gut, dass du deine Meinung und deine Gedanken hier so niederschreibst.
ReplyDeleteMir geht es da nicht anders.
Bin zwar hier geboren, habe aber einen Migrationshintergrund. Und dank meinem Akzent hört man das auch immer schön raus :)
In meiner "Heimat" werd ich auch immer Deutsche genannt,hier bin ich halt Ausländerin. Wobei bei mir stimmt es sogar, weil ich wirklich rechtlich gesehen keine Deutsche bin.
Ich denke, dass wir da ein bisschen mehr Glück hatten. Meine Eltern haben hier ihr Geld investiert ( in der Heimat war Krieg) und wir können es uns einfach auch nicht mehr vorstellen Deutschland zu verlassen, weil wir wirklich schon zu integriert sind.
Und zu Anonym:
Ich studiere Lehramt und kann leider nur zum Teil bestätigen, dass es Kinder mit Migrationshintergrund schwerer haben.
Oft geben die Lehrer einfach kein grünes Licht fürs Gymnasium, weil sie Angst haben, dass das Kind zu Hause nicht genug Unterstützung bekommt.
Wenn zu jedem Elternsprechtag die Eltern einen "Übersetzer" mitbringen, dann ist es nunmal schwer anzunehmen, dass sie das Kind schulisch unterstützen können.
Das hier ist wirklich nichts gegen dich persönlich, manche Lehrer wollen auch einfach kein grünes Licht geben.
Aber ich denke, wenn man etwas möchte und man zeigt es, dann bekommt man die Chance auch :)
sorry aber es ist trotzdem nicht fair, dass kinder mit migrationshintergrund nur deshalb kein grünes licht für's gymnasium oder vielleicht auch "nur" für die realschule bekommen. es gibt auch genügend deutsche kinder, deren eltern sie weswegen auch immer nicht schulisch unterstützen können. und selbst wenn sie es nicht können, heißt es nicht dass die kinder nicht klar kommen würden. ist es fair diesen kindern eine chance auf eine gute schulische ausbildung aufgrund einer annahme zu verwehren? in meinen augen kein stück. selbst wenn diese eltern ihren kindern selbst nicht helfen könnten, gibt es immer noch z.b. nachhilfe etc. und wenn es nicht klappen würde, dann könnte man immernoch auf eine andere schulform wechseln, ist das denn so schlimm? es ist wohl jedem hier bewusst, dass es viel leichter ist von oben nach unten, als von unten nach oben. also warum es kindern die sich gut in der schule machen schwer machen und ihnen keine chance geben? manch einer würde sich wundern, was eine solche motivation (dass lehrer/familie/mitmenschen tatsächlich an einen glauben) ausmachen kann.
DeleteMein Opa kam 1959 von Marokko nach Deutschland als Gastarbeiter. 12 Jahre Später kam mein Vater mit 13 Jahren. Mein Vater besuchte hier die Schule und machte seinen Abschluss. Er fing mit einer Ausbildung an als Koch und arbeitete danach eine lange Zeit im Hotel. Dann Heiratet er meine Mutter 1985 sie kam dann und bekam ihr erstes Kind 1986, dann folgte ich nach drei und vier Jahre später mein Jüngerer Bruder 1993. Ich erzähle das alles hier weil, wenn man mich Fragt wo ist deine Heimat? Anworte ich immer: "Meine Heimat ist Deutschland doch mein Blut und Wurzel sind Marokkanisch. Mich als Ausländer zu bezeichenen oder meine Familie wäre falsch. Schließlich hat meine Vater seine gesamte Kindheit und Jugend hier in Deutschland gelebt. Meine Mutter ging hier zu Schule um die Deutsche Sprache zu lernen damit sie Arbeiten gehen kann. Wir sind hier geboren haben unsere Abschlüsse und unsere Jobs. Wir passen uns also hier an, wir Intigrieren uns. Und dann höre wie schon Ayse sagte wie einer sagt "Du bist doch nur Ausländerin oder gar Kanake" Es sind nicht alle Deutsche aber eben manche! Wir sind hier eine Gemeinschaft es gibt kein ihr und die da!!! Nein es gibt immer nur ein WIR....Und das sollte man immer Beachten. Denn, was wäre ein Land ohne verschiedene Kulturen oder Herkünfte??? Es wäre doch sehr Langweilig oder??? (Danke ayse für diesen tollen Beitrag ganz ganz toll) i love germany :*
ReplyDeleteDu sprichst mir aus der Seele!
ReplyDeleteIn Österreich Ausländer und in der Türkei Deutsche..
Bei mir war mein Opa der erste der Ausgewandert ist, er hat mir erzählt, dass er soviel Geld verdienen wollte, dass er sich in der Türkei einige Busse kaufen kann und dann dort in Wohlstand lebt. Und wie du bereits geschrieben hast wurden in Österreich keine Investitionen gemacht um viel Geld anzusparen. Die große Rückkehr blieb bis heute aus. Sie verbringen 6 Monate in der Türkei und 6 in Österreich.
Ich kann mir irgendwie auch kein Leben in der Türkei vorstellen, da man hier schon so richtig verwurzelt ist mit Freuden, Verwandten und Bekannten :D
xo
okurken gözlerim doldu...
ReplyDeleteMigrationshintergrund, Migranten, Ausländer, wie ich diese Wörter verabscheue. Ich sehe mich selber als deutsch türkin. Im Grunde habe ich gar keine Heimat, in Deutschland bin ich ein Migrant bzw. Ausländer und in der Türkei eine Deutsche. Es ist hart aber wahr. Wie du schon erwähnt hast, liebe ayse, wurde unseren Großeltern bzw. Eltern angeboten hier zu bleiben und zu arbeiten. Und das dann auch nicht mehr als "Gastarbeiter" . Meine Geschichte ist genau wie deine. Meine ältere Schwester war grad mal paar Wochen alt, wo mein Vater nach Deutschland gekommen ist. Mein Vater hat sie 2 Jahre lang nicht sehen können, und glaub mir sowas macht man nicht ohne Grund. Sie waren auf die Arbeit hier angewiesen. Er wollte auch zurück. Hat leider nicht geklappt. Er hat sich früher immer Vorwürfe gemacht, da wir als Scheiß Türken in der Schule gemobbt worden sind und geweint haben. Und deswegen hat er sich immer gewünscht, das er lieber in der Türkei ohne Arbeit geblieben wäre.. But shit happens.. ! Und ich bin froh darüber das er so stark geblieben ist, und deswegen werden wir auch stark bleiben. Bis es irgendwann aufhört. Klar sind manche "Türken" nicht integriert, und benehmen sich falsch. Das möchte ich gar nicht abstreiten. Aber wie wir alle in eine Schublade gesteckt werden, und als Scheiß Türken abgestempelt werden, find ich nicht nur schade sondern auch ungerecht.
ReplyDeleteSo endlich ne möglichkeit gefunden mit irgend jemandem meine Gedanken zu teilen.
Danke für den Post Ayse =)
Emine <3
reply
Dieser Post hat mich wirklich berührt, und weißt du wieso?
ReplyDeleteWeil er mich ziemlich Stark an meine Eltern erinnert, den sie haben (fast) das gleiche durchgemacht!
Allerdings bin ich Albanerin, sodass es in diesem Fall nicht die Türkei sondern Kosovo ist.
Mein Vater ist kurz nach der Geburt meines großen Bruders nach Deutschland für 3 Jahre gekommen. Danach kam meine Mutter auch und sie fingen von 0 an.
Ich liebe es, wenn meine Mutter die "Story" erzählt, wie sie nach Deutschland gekommen ist, und was sie auf dem Weg alles erlebt hatte, das ist wirklich Spannend.
Ich bin wirklich Stolz auf meine Eltern, schließlich war er kein leichter Weg.
Und was das mit den Kulturen angeht: Da fühl ich mich auch so ;)
In Kosovo bin ich Deutscher und in Deutschland Albaner. Über all sind wir Ausländer. Aber ich habe mich schon dran gewöhnt und höre nicht darauf wenn mich jemand "Ausländer" nennt. Ich mein, irgendwoher müssen wir ja kommen!
Dennoch wünsch ich deinem Vater gute Besserung, wir können wirklich Stolz auf unsere Eltern sein!
Liebe Grüße ♥
der text ist echt unglaublich gut!
ReplyDelete& die Geschichte von deiner familie ist total berührend.
Wir bereden das thema gerade in der schule,
somit kann ich deinen dad total gut nachvollziehen :)
Ist einfach so, dass die Welt zusammenwächst.
und das ist ja auch gut so
♥
...Das ist eine schöne und traurige Geschichte. Meine Großeltern haben eine sehr ähnliche. auch sie sind als junge Menschen Anfang der 60er aus Spanien nach Deutschland gekommen, um hier Geld zu verdienen und sich in Spanien ein schönes Leben leisten zu können. Sie sind hier geblieben, haben zwei Töchter bekommen und meine Mutter ist hier in Deutschland aufgewachsen. Ich habe mich letztens mit ihr darüber unterhalten, wie es war, Kind von Gastarbeitern zu sein in den 70ern und 80ern. Sie meinte, dass es schwer war, weil sie zuhause nur Spanisch gesprochen hat, ihre Eltern nur Spanier als Freunde hatten, und sie nach den gesellschaftlichen Regeln großzogen, die in Spanien zur Zeit ihrer Auswanderung herrschten (wahrscheinlich, um sich die Erinnerung zu bewahren). Ergebnis war, dass meine Mutter ewig zwischen den Kulturen hing. Zuhause war alles unheimlich streng, keine Parties, kein Kaffee trinken mit Freunden nach der Schule, ganz bestimmt kein Freund, und Freizeitaktivitäten nur innerhalb der spanischen Gemeinde in ihrer Stadt. Meine Mutter lebt immer noch in Deutschland, ihr fehlt allerdings ein großer Teil der "normalen" Erfahrungen, die gleichaltrige Deutsche gemacht haben, und das macht sie ein bisschen fremd(er) in diesem Land. Das finde ich traurig. Meine Großeltern sind als Rentner nach Spanien zurück gegangen, nur um festzustellen, dass "ihr" Spanien ganz anders ist, als sie es in Erinnerung hatten, und dass die ganzen Dinge, die sie ihrer Tochter damals in Deutschland verboten haben, auf einmal auch in Spanien normal sind. Nun fühlen SIE sich fremd im eigenen Land... Ich denke, es ist sehr schwer, sich komplett Deutsch oder komplett Spanisch oder Türkisch zu fühlen. Einfach weil man ein kleines bisschen Türkei aufgibt um nach Deutschland zu kommen. Diese kleine bisschen Türkei/Spanien/Italien/you name it versuchen die meisten sich dadurch wiederzuholen, indem sie nie ganz deutsch werden.... Das ist schön, und das ist gleichzeitig schädlich, aber so ist es nunmal, das ist das Schicksal derer, die sich in die Fremde aufmachen... Ich bin zur Hälfte Spanierin, aber ich fühle mich mehr Deutsch. Ich spreche Spanisch, ich besuche meine Verwandten, und ich habe Freunde in Spanien. Aber meine Kultur und meine gesamte Persönlichkeit ist zu großen Teilen Deutsch. Ausländer - Deutsche - Türken - Spanier - Italiener - Marokkaner - wichtig ist doch nicht, wo wir herkommen, sondern wie wir SIND. Als Mensch. Ich finde es toll, dass du dich dafür interessierst, wo du herkommst, und lass dich nicht von den dummen Menschen traurig machen, die einfach nciht wissen, was einen Menschen ausmacht.
ReplyDeleteDani von glitzerglitzer.com
Also ich sehe das Ganze gespalten: Auf der einen Seite kann ich dich voll und ganz verstehen, dass du dich zwischen dem deutschen und tuerkischen hin und hergerissen fühlst und es total schwierig ist. Ich finde auch, dass es viel zu viele Vorurteile gibt. Ich verstehe mich mit Türkinnen eigentlich immer super! :) und natürlich zählt immer nur die Person undwenn sie Uhr Herz am rechten Fleck trägt, ist es doch egal woher sie stammt!
ReplyDeleteWas ich nicht gut finde ist genau die Einstellung: Ein Land, dass er nie wollte. Wenn Deutsche merken, dass jemand so über ihr Land denkt, dann ist die Ausgrenzung irgendwie ein Selbstläufer! Und sich hier keine teure Wohnung zu nehmen umdas Geld lieber in der Türkei auszugeben ist natuerlich auch so ne Sache für sich.. Hört sich für mich ein wenig so an, als wollte man sich gar nicht integrieren, weil man eh zurück wollte... sorry, ist nicht böse gemeint! Finde es nur fraglich, jemanden, der sich hier von seinem verdienten Geld ein gutes Leben aufbauen kann als Opfer darzustellen...
Ich mag dich und deinen Blog sehr und hoffe du nimmst mir meine Worte nicht übel, denn sie sind wirklich nicht böse gemeint! Es gibt halt nur auch immer zwei Seiten, die man betrachten sollte.. Pro und Contra.
LG, Nini
http://fashionkizz.blogspot.com
Ich glaube, dass du das falsch aufgenommen und nicht richtig gelesen hast. Natürlich wollte er sich von Anfang an nicht hier integrieren, weil er ja gar nicht vorhatte, in Deutschland zu bleiben. Er wollte nur Geld verdienen um seiner Familie Träume verwirklichen zu können, ein neues Leben bieten zu können, weil sie eben nichts in der Hand hatten. Er kam doch nur wegen der Arbeit hier hin, nicht weil er hier ein neues Leben machen wollte. Liebe Grüße
Deleteich glaube nini hat das verstanden!
Deletesie wollte dir in dem nicht widersprechen..bzw. hat sie ja genau das geschrieben, was du in deiner antwort darauf auch geschrieben hast!!
daher ihre "einwände"...
die ja in keinster weise böse gemeint sind, sondern nur erklärend, denn viele deutsche denken tatsächlich so:
wenn die sogenannten "ausländer" gar nicht hier sein wollen, dann können sie im prinzip ja gehen.
das heißt nicht das ich das finde :) und nini glaube ich auch nicht, oder? :)
Ich kann mir vorstellen dass es hart für deine Eltern war und sie traurig sind dass sie nicht zurückkehren können (aber Urlaube macht ihr ja wenigstens schon dort,oder??) auf der anderen Seite kann man natürlich auch nicht nur über Deutschland meckern, weil Deutschlanbd ja das Land ist was ihnen Arbeit & Geld verschafft hat, was ihr Land damals ja nicht konnte. Ich finde auch dass Du 100% als Deutsche anzusehen bist, auf jeden Fall. Jedoch werden überproportional viele Straftaten in Deutschland von Ausländern verübt, da kann man teilweise schon verstehen dass es manche nicht auf die Kette bekommen zwischen diesen Leuten und Leuten wie zb dir zu unterscheiden. Ich hoffe du verstehst wie ich das meine
ReplyDeleteDieser Kommentar ist so unrelevant, gerade in Hinblick über das Gepostete und insbesondere dem Video zufolge.... ABER sorry, aber das mit den Straftaten stimmt ja so mal gar nicht!! Dieses Laienwissen bzw. das von den Medien und der Politik vermittelte Bild über die achso kriminellen Ausländer musst du erstmal belegen! Undzwar wissenschaftlich! Bitte poste mal die Statistiken und beachte dabei wie diese zustande kommen!! Differenzier das bitte mal nach Nationalität, Straftat und Erhabung! Mal schauen, ob sich dann die von dir gestellte Behauptung, die sich ja in der Öffentlichkeit auch wiederfindet, dass
Delete"überproportional viele Straftaten in Deutschland von Ausländern verübt" (Anonymous 28.1.12, 02:23AM) werden noch halten kann!
Ach by the way, schon bemerkenswert, dass du gerade in so einem Post solch ein Thema ansprcihst- zeigt schon einiges.
"da kann man teilweise schon verstehen dass es manche nicht auf die Kette bekommen zwischen diesen Leuten und Leuten wie zb dir zu unterscheiden" (ebd.) wow! was für eine Einstellung gegenüber MENSCHEN!
Bin gespannt, wie weit dich diese Haltung im Leben bringen wird.
Ach, weil mir dein Kommentar so gefallen hat: ich hoffe doch auch, dass du verstehst, wie ich das meine ;)
SO TRUE!
Deletecocoon Sehr schön geschrieben, kann ich nur zustimmen. :)
DeleteDie Zeilenabstände in den Kommentaren sind furchtbar. Bei längeren Texten kann nichts lesen bzw. sehr schwer und mühsam. Schade!
ReplyDeleteich kann nicht verstehen, dass hier immer vom "netten" deutschland gesprochen wird, das arbeit ermöglichte. im grunde waren es die allieerten (marshall-plan!), die das ermöglichten, die deutschen hätten alleine noch viel länger gebraucht, sich wiederaufzubauen nach dem 2. weltkrieg. klar, dass heutzutage nicht mehr daran gedacht wird, wenn man sagt "scheiß ausländer", weil es eben auch wirklich viele gibt, die auf der schiefen bahn sind, aber solche gibt es in jeder kultur!
ReplyDeleteund kann man es den damaligen gastarbeitern übel nehmen, dass sie sich in ein land, das gerade im wiederaufbau war und pleite und in trümmern, dass sie sich da nicht einleben und eigentlich nur wieder zurück wollten?
ich finde es sehr schön, ayse, dass du das thema ansprichst. auch wenn wir als die spätere generation nicht so sehr davon betroffen sind, so ist das trotzdem teil unserer geschichte.
und ich kann nur allen rechtgeben, die der meinung sind, dass die herkunft egal ist. gerade wir als migrationskinder sollten das verstehen. ich selbst bin türkin, mein opa und meine oma kamen in den 70ern nach deutschland, ursprünglich stammten sie sogar aus mazedonien. mein opa hat hier gearbeitet, hier gelebt und ist hier gestorben. ich bin hier auf die welt gekommen und habe sogar seit fast 2 jahren einen deutschen freund. und ich frage mich immer noch sooo oft, warum die herkunft so wichtig sein soll.
Ich finde du hast einen sehr schönen Text geschrieben und auch ein sehr großes Thema angesprochen.
ReplyDeleteIch bin deutsch und habe seid beginn meiner Schullaufbahn mich immer dafür eingesetzt, dass niemand ausgegrenzt wird und war immer darum bemüht mich auch mit denjenigen in der Klasse zu beschäftigen (ob nun deutsch oder mit nicht deutscher herkunft) die eher "aussenseiter" waren.
Mein Lebenlang habe ich immer damit gelebt mich zu bemühen keine vorurteile zu haben und den Menschen auch noch eine 2. Chance zu geben.
Letztes Jahr habe ich nun angefangen zu studieren und seid dem habe ich leider ein anderes bild, bei uns an der FH war es so, dass alle "ausländischen" Bewerber einen Studienplatz gesichert bekommen haben (unabhängig von Ihrer Abinote) und nur ein ganz kleiner Teil an Deutsche nach Notenvergabe vergeben wurde, dass fand ich natürlich sehr unfair das es bei dem doppelten Abijahrgang noch härter war einen platz zu bekommen aber nun gut.
Das traurige worauf ich eigendlich hinaus möchte ist, das ich seid dem leider sehe, wie sich meine Türkischen, Polnischen etc. Mitstudenten leider selber zurückziehen und mich als Deutsche sehr ausgrenzen, ich war geschockt denn schließlich habe ich selber immer probiert alle mit einzubeziehen. Das fing damit an das eine ehemalige Türkische freundin von mir sich geziehlt nur die Türkischen Mädchen als Freundinnen gesucht hat und mit anderen nichts zu tun haben wollte. Einmal war ich mit ihr und 4 weiteren Türkinnen essen, und alle 2 sätze wurden auf türkisch gesprochen, in kam mir furchtbar blöd vor und natürlich ist der erste gedanke ob sie nun über mich lästern, denn warum sollte man sonst auf türkisch reden, es war ja klar das ich nichts verstehen.
Was ich damit sagen möchte, manchmal habe ich leider das Gefühl (und das ist nun natürlich nur auf eine kleine gruppe bezogen und trifft sicher nicht auf alle zu)das sich manche ausländische mitbürger auch leider selbst "ausgrenzen" und zeigen das sie doch lieber etwas mit ihren landsleuten zu tun haben möchte und mit Deutschen nicht, was ich sehr schade finde.
Das ist ein sehr schönes Video und ein toller Text! Mein Opa wurde letztes Jahr hier im Rathaus geehrt, weil er einer der ersten Gastarbeiter in Bremen war, wurde ne Doku über ihn gedreht, war im Radio etc. und ich bin so unglaublich stolz auf ihn! Und am Ende der Doku wurde gefragt, als was er sich sieht, und er meinte nach über 50 Jahren Deutschland seh ich mich als Deutscher und nicht mehr als Türke. Ich liebe meine Familie und bin auf jeden einzelnen Ausländer stolz, der hier was erreicht hat!
ReplyDeletealso ich muss sagen.. ich schaue immer wieder in deinen blog, aber bis jetzt hat mich absolut kein beitrag wirklich berührt, außer dieser hier. das ist so unglaublich wahr...
ReplyDeletemein vater ist damals auch mit 16 jahren meinem großvater nach deutschland gefolgt und hat später meine mutter geheiratet, welche er dann auch kaum sehen konnte, weil sie eben noch in der türkei war...
und das traurige ist, dass mein vater seit er 16 arbeitet wie verrückt und das auch noch in der nachtschicht. er hat deshalb auch gesundheitliche probleme.
meine eltern wollen auch seit jahren in ihre heimat zurückkehren, können dies jedoch nicht, da ihre kinder hier zur schule gehen und hier groß geworden sind. sie wollen unsere zukunft nicht verbauen und uns auch nicht dazu zwingen mit ihnen zurückzukehren. das ist das dilemma von vielen türkischen familien, aber das können nur leute verstehen, die das selber erlebt haben und noch immer erleben.. diese zwiespältigkeit.
man gehört einfach nirgendwo hin und weiß nie, wer man wirklich ist und fühlt sich erdrückt von jedem kleinen feindseligen kommentar.
aber ich verstehe dich sehr gut... ich bin genauso stolz auf meine eltern und liebe sie unendlich dafür, dass sie das alles getan haben. mein vater hat quasi seine eigene jugend und seine gesundheit geopfert um seinen kindern das bestmögliche zu bieten.
Dieses Video hat den Nagel auf den Kopf getroffen!Genau so geht es glaube ich allen "Deutsch-Türken". Super Post!
ReplyDeletexoxo sisteract
Ihr stempelt uns Deutsche ja auch ab indem ihr sagt wir wollen die Ausländer hier nicht haben und würden immer sagen die Scheiß Türken. Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich da überhaupt nichts gegen habe, dass wir viele Ausläger hier haben solange sich sich hier benehmen und ein Stück weit anpassen (und ich schätze mal das macht deine Familie). Leider gibt es immer viele Idioten, die sich meinen hier nicht anpassen zu müssen zB kein Deutsch lernen und sagen alle deutschen Frauen sind Schlampen. Das macht natürlich wütend. Und das Problem ist einfach, dass viele das dann verallgemeinern und sagen ALLE Ausländer sind so. Das stimmt natürlich nicht, genau wie nicht alle deutschen Ausländer hassen, wie viele das leider meinen. Ich denk mal, dass dieser cultural clash noch ewig bestehen wird. Aber ich hoffe und wünsche so lange es Deutsche wie Ausländer gibt, die sich bemühen in Toleranz und Achtung miteinander zu leben, dass diese Welt ein Stück weit besser wird.
ReplyDeleteThis comment has been removed by the author.
Deletewichtig ist doch was du fühlst!!
ReplyDeletealles andere ist egal!!
TOLL!!!!
ReplyDeleteWow Ayse, hut ab! ich bin so berührt....
ReplyDeleteHey Ayse! Wirklich sehr sehr schön was du da geschrieben hast. So sehen erstmal viele Menschen wie du wirklich bist. Ich denke das wir dieses Problem immer haben werden, es wird sich nie ändern.
ReplyDeleteIch arbeite im öffentlichen Dienst, mit Kopftuch. Solche Vorurteile von wegen "Sie können bestimmt kein Deutsch, das am Telefon waren Sie vorhin bestimmt nicht" kriege ich jeden Tag mit.
Auch wenn in Kreuzberg arbeite & meine Einrichtung als "interkulturell" und "multikulti" gesehen wird, reicht das nicht aus das man mit einem stinknormal reden kann. Das selbe erlebe ich auch jedesmal bei einer Personalversammlung im Bezirksamt wenn die mich nicht rein lassen wollen weil sie davon ausgehen das ich nicht da nicht arbeite. Ich bin in Deutschland mit meiner türkischen Kultur aufgewachsen, Punkt aus Ende.
Wir müssen einfach auf alles scheissen, mehr kann man leider auch nicht tun.
Kendine iyi bak, ve sana laf atan insanlarin yüzüne tükür, die sind es nicht Wert.
Liebe Ayse,
ReplyDeleteDU HAST JA SO RECHT! ich bin selbst Türkin und weiss wie schwer das ist! Dauernd zu hören scheiß Ausländer ect. ist der horror! DANKE FÜR DIESEN TOLLEN POST! <3
Ayse, ich danke dir für diesen Post! Du hast das alles so schön geschrieben..ich weiss wie du dich fühlst. In der Schweiz ist es was das Ausländer-Gerede angeht sogar noch schlimmer. Ich höre jeden Tag, dass ich in "mein Heimatsland" verschwinden sollte und was ich zum Teufel hier mache? Manchmal ist es einfach so grässlich so etwas zu hören, vorallem weil man sich das nicht ausgesucht hat. Aber ich kann's irgendwie schon verstehen, denn es gibt ja manchmal echt Leute, die sich kein Stück weit anpassen wollen. Und bei mir wird's auch immer so sein ich bin zum Teil Serbin und zum Teil Schweizerin, da könnte ich mich nie dazwischen entscheiden. Und ich bin so dankbar, was meine Eltern da in kauf genomen haben. Denn sie haben alles aufgegeben um uns, ihren Kindern ein besseres Zuhause zu geben!
ReplyDeleteTanja
Albert Einstein sagte: Es ist leichter ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil!
ReplyDeleteNa, vorurteile abschaffen, das sollte unser ziel sein und nicht immer wieder die unterschiede besprechen, sondern lösungen finden.
Ich wünsche Frieden für unsere Erde, und Krieg fürs Weltall
Krieg fürs Weltall??? und wem soll das nutzen??? wie kannst du dir irgendwo nur krieg wünschen???
DeleteAnonymous, da hast du wohl die Metapher nicht verstanden.
Deleteich hab dich sonst immer als eine süße,liebe aber doch recht wohlhabende und vllt sogar leicht verwöhnte gesehen, aber dein post hat einfach mal soviel charakter gezeigt ! über mode schreiben kann jeder, das ist einfach, und tolle bilder posten ist einfach mit einer spiegelreflex oder iphone, aber mal etwas anderes,persönliches im blog zu haben, das macht diesen hier so einzigartig :) wirklich toll gemacht ayse <3
ReplyDeleteSorry aber ich kann dich nicht verstehen.Meine eltern sind auch als gastarbeiter gekommen und ich habe exakt das selbe erlebt wie du.
ReplyDeleteObwohl ich mein abi und mein studium in dt gemacht und mich perfekt integriert habe,habe ich mich kein einziges mal als Halb türkin oder Halb deutsche gefühlt?? ich werde echt richtig sauer,wenn ich sowas höre.
Meine eltern sind türken,deshalb bin ich verdammt nochmal auch türkin!
İhr seid alle türken leute,egal ob es euch peinlich ist oder nicht! Egal ob ihr in der türkei leben wollt oder nicht.
Dir gefallt deutschland? Dann lebe in deutschland aber du wirst niemals Deutscher
ich denke ihr seid nur zwischen den kulturen hin und her gerissen weil euch die deutsche kultur besser gefallt ihr aber oft nicht akzeptiert werdet. wieso würdet ihr dann son zwiespalt durchmachen? echt traurig.
seid stolz auf eure kultur,eure geschichte und eure vorfahren. Die walzen sich namlich bestimmt im grab wenn sie eure kommentare hören.
Nur weil euch in den sommerferien langweilig in eurer heimatstadt ist und ihr nicht bei jeder strassenecke Lush oder Mac findet, verliert ihr eure identitat...echt traurig
ich bin seid 4 jahren in der türkei und mir tuts im herzen weh wieso ich nicht früher gekommen bin.
tut mir echt leid für euch leute
Allah hepimize akıl fikir versin
çiğdem
das ist mal eine Antwort :) tebrik ederim ayni senin düsündügün gibi düsünüyorum ama genzlerimizi böyle kandirmaya calisiyorlar.Politikacilerinda istedigi bu zaten.......aslinda anlatacak cok sey var ama neyse :)
DeleteMein Blog/Blogum
Liebe Svenja:
ReplyDeletedu redest davon das es Vorurteile über Deutsche gibt aber setzt selber eins in die Welt "Türkische Frauen stempeln Deutsche Frauen als Schlampen ab" villeicht machen das zwei von tausenden also erzähl hier bitte kein Schwachsinn nach so einem Text noch so dumme Kommentare zu machen ist ja mal echt bitter!
Ihr habt hier alles was ihr wollt ihr fühlt euch wohl wir wachsen zwischen zwei Kulturen auf,es ist nicht einfach und dann heißt es ja Integrieren,integrieren!
Verdammt nochmal wir haben Deutschland mit aufgebaut und jetzt solltet ihr uns auch mal helfen!Ich will nicht sagen das Deutschland ein schlimmes Land ist aber ich will nicht an die Zeit denken wo Juden für euch "Abschaum" waren ihr stempelt Leute einfach so ab obwohl ihr keine Ahnung habt wie hart diese Leute kämpfen!Also informiere dich bitte erst um die Gesichte bevor du schwachsinnig laberst
sorry aber das du jetzt von damals sprichst von zweiten weltkrieg ist schwachsinn ! ich mein das ist erstens garnicht das thema hier und zweitens ist das total eckelhaft (!!) von "euch" zu sprechen wenn du sagst das Juden für euch Abschaum waren. Unglaublich! Wir sind JETZT eine gaaanz andere Generation als früher !
DeleteGut, dass deine Eltern nicht zurückgegangen sind, denn dann könntest du wahrscheinlich NICHT deine LV-Tasche und deine MK-Uhren HIER spazierenführen, oder.....?
ReplyDeleteEin wenig Dankbarkeit diesem Land, welches eure Heimat geworden ist, wäre schon angebracht, finde ich!
Wie dumm kann man bitte eigentlich nur sein? Ich hab nicht einmal erwähnt, dass ich Deutschland scheiße finde und mich hier nicht wohlfühle! Es ging um Anpassung und Zwischenkultur, aber wenn du nicht aufmerksam mein Text durchlesen kannst, na dann bitte, kann ich auch nichts für. :)
DeleteUnd ein bisschen Toleranz solltest du mal zeigen können und die Leute gleich nicht abstempeln. Deine Vorurteile sind so schwachsinnig!
Ich gehe für mein Geld ARBEITEN. Falls du das wort ARBEIT gehört haben solltest, wüsstest du, was das ist. Ich lasse mir solch teuere Sachen bestimmt nicht von meinen lieben Eltern finanzieren, stattdessen leiste ich es mir lieber selber und darauf bin ich richtig, richtig Stolz!
@anonymous: ganz ehrlich was für ein niveauloses kommentar!
Deletealso da stimme ich fashionmonger wirklich zu!
DeleteUnd deswegen darf jetzt niemand seine eigene Meinung haben und sagen wie man sich fühlt, nur weil die Eltern nach Deutschland migriert sind? Was hat denn das eine mit dem andere zu tun. Soll sie jetzt ihr ganzes Geld spenden, was sie sich erarbeitet hat? Deutschen Boden küssen? Einer deutschen Oma das Klo putzen? Ist das lächerlich. Wir deutschen sollten auch mal dankbar für die Gastarbeiter sein, denn ohne die wären wir jetzt nicht einer der führenden Industriestaaten.
DeleteAls ich deinen Post gesehen habe, war ich echt überrascht - sonst kriegt man ja nur deine "oberflächliche" Seite zu Gesicht.
ReplyDeleteEinerseits kann ich nachvollziehen, dass du dich hin-und hergerissen fühlst zwischen zwei Nationen, die dir beide viel bedeuten. Andererseits kann ich nicht nachvollziehen, warum du als Deutsche akzeptiert werden willst.
Obwohl ich die meiste Zeit meines Lebens in Deutschland verbracht habe, hier Kindergarten, Schule und nun auch Uni besuche und auch die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen habe, kann ich nicht sagen, dass ich Deutsche bin.Ich bin und bleibe Ukrainerin und damit auch Ausländer. Da man mir das nicht wirklich ansieht, sage ich , wenn ich nach meiner Herkunft gefragt werde, dass ich ursprünglich aus der Ukraine komme - weil es nun man so ist und weil das ich bin. Und ich finde es auch nicht schlimm, wenn man mir sagen würde, ich bin Ausländer, weil das auch stimmt - bei dir genauso. Du bist nun mal keine Deutsche und wirst auch nie eine richtige Deutsche sein, aber das ist ja nicht schlimm. Du bist eben Ayse, ein Türkin, die in Deutschland aufgewachsen ist.
Liebe ayse,
ReplyDeleteich bin unglaublich froh, über deine Seite gestolpert zu sein und würde dich gerne für ein Projekt anfragen.
Ich sende dir nachher eine eMail an die auf dieser Seite hinterlegte eMail-Adresse und würde mich freuen, wenn du dich meldest.
Ganz liebe Grüße und toll, wie reflektiert du in deinem Alter bereits dieses Thema beleuchtest.
Herzliche Grüße,
T.
Liebe T.,
Deletedanke für deinen Kommentar! Gerne melde ich mich dann bei dir, doch bis jetzt habe ich keine Mail bekommen!
Liebste Grüße
Irgendwie kann ich nicht auf Kommentare antworten...
ReplyDeleteIch habe mich noch nie hin und her gerissen zwischen zwei Kulturen gefühlt und kann es deshalb genauso wenig verstehen, wie sich jemand als etwas halbes, sprich Deutsch-Türkin bezeichnen kann. Zumal ich bisher ein gaaanz anderes Bild von dir hatte. Ich kenne dich natürlich nicht persönlich und möchte nicht nach den Bildern etc, urteilen, die du auf deinem Blog zeigst... aber wie ihr wohnt, wie ihr Feste feiert, welche Serien du schaust etc etc... gehört das nicht alles "ein bisschen" zur türkischen Kultur?? :) Ein bisschen, ja.
Woran merkst du z.B., dass du zur anderen Hälfte Deutsche bist??
Bitte beantworte mir mal diese Frage, ich möchte das wirklich verstehen!
Ich finde man sollte nicht als Deutsche (was du gar nicht bist, denn das ist nicht dein Ursprung) akzeptiert werden, sondern danach streben, das als Türkin zu verwirklichen! Es ist ein Kampf, der sich aber lohnt meiner Meinung nach.
Die Kunst ist, sich als Ausländerin, Türkin was auch immer zu behaupten und das fällt leider vielen vielen sehr schwer, weil es ganz einfach nicht einfach ist! Man muss viel dafür tun, niemals aufgeben!
Du solltest dich bemühen dich zu integrieren, dazu gehört z.B. (ein ganz einfaches Beispiel), dass man die deutsche Sprache beherrscht. Andere stempeln uns nicht umsonst ab ;)
Ich bin auch hier geboren und aufgewachsen, studiere hier, habe mich noch nie benachteiligt gefühlt und bin natürlich (wie du übrigens auch)Teil der Gesellschaft, aber eben keine Deutsche! Wie kann man auch etwas sein, was man offensichtlich nicht ist...
Ich hoffe, dass dich hier einige Kommentare zum Nachdenken gebracht haben und du dich mit solchen Videos oder Texten kritisch auseinandersetzt und reflektierst, was du noch besser machen könntest, um dich in einer gespaltenen Gesellschaft, wie wir sie hier haben, behaupten kannst! Du gehörst zu Deutschland, aber aus genannten Gründen musst du selbst dazu beitragen "akzeptiert" zu werden. Ein bisschen von beidem Sein langt nicht.
Für mich bist Du viel mehr eine moderne Türkin und das ist auch gut so!
Ich kenne das nur zu gut. Aber ehrlich: Das wird sich nie ändern! Mein Vater ist auch hergekommen, da hatte er berits 3 kleine Töchter, ich kam mit 5 hier her. Er übernachtete ein Jahr lang bei meiner Tante im Wohnzimmer, ging arbeiten, sparte das Geld und ging in die Abendschule, um deutsch zu lernen. Nach einem Jahr kam meine Mutter hier her mit uns drei Kindern. Wir wohnten in einem Asylantenheim, teilten uns ein Zimmer und die Küche mit zwei anderen Familien, die Duschen waren im Keller und wurden von allen genutzt.
ReplyDeleteMeine Eltern haben sich ihren Stand sehr hart erkämpft, haben sich aber auch gut angepasst. Klar, man merkt, dass sie Polen sind, den Akzent bekommt man nie weg. Wenn die Menshcen meinen Namen hören (vor- und Nachnamen), dann werd eich erstmal gefragt, woher ich komme. "Aus Polen", darauf wird meist nur mit "aha" geantwortet oder noch Polen-Witze gemacht. Ich mag es nicht verurteilt zu werden. Ich bin keine Polin, ich bin keine Deutsche. Bei mir ist von beidem was dabei. In Polen bin ich Deutsche, hier bin ich Polin. Was soll denn dieser Mist? Man sollte sich nicht so über Ausländer beschweren, wenn TV-Shows über Auswanderer Quotenhits sind. Auch Deutsche verlassen ihr Land, weil sie irgendwo anders leben möchten. Es ist doch jedem selbst überlassen, wo er wohnen möchte. Ob es Türken in Deutschland sind oder Deutsche, die in die USA gehen. Man sollte nur die Landsmänner slebst akzeptieren und die Kultur auch annehmen, dann hat man mit der eigenen Kultur im fremden Land keine Probleme.
Ich finde es auch immer so schlimm, wenn ich diese Diskussionen höre über Kopftücher oder über gebaute Moscheen in Deutschland. Jeder braucht seinen Platz, um sich mit Glaubens-Genossen zu treffen, zu beten, das sollte man respektieren. Auch wenn jemand Kopftuch trägt (wobei Burkas wieder ein anderes Thema sind), wenn Frauen das möchten und so Traditionen ausdrücken wollen, warum nicht? Nonnen haben auch Kutten an und das gehört zu dieser Glaubensgruppe dazu.
Ich mag dieses Ausländer-Gerede echt nicht. Ich komme aus Polen und werde dafür immer diskriminiert, aber mal ehrlich: Meine Eltern ahben IMMER gearbeitet, können alles bar zahlen, musten nie für ein Auto einen Kredit bezhalen, haben in Polen noch ein riesen Haus, das von oben bis unten renoviert ist, und wir Kinder haben alle super Abschlüsse, Ausbildungen (teils abends studiert) und arbeiten und das für gutes Geld. Ich kann sogar teils noch besseres Deutsch als manche Deutsche, die so gegen Ausländer sind, dass sie ihre eigene Sprache und Kultur vergessen..
So viel zum Thema...
Ich finde deinen Beitrag sehr schön und will dir nur sagen: Du musst dich nicht entscheiden! Genieße beides und lebe beides. Allerdings bist du staatsrechtlich immer das was auf deinem Pass steht. Als (wohl?) Deutsche, aber das ist nur eine formale Zuschreibung. Mach das was DU willst :)
ReplyDeletedu bist da zu hause wo dein herz ist, egal ob in deutschland, der türkei oder sonst wo...
ReplyDeletesei doch froh, dass deine eltern hier her gekommen sind, sonst hätten sie dir warscheinlich nie die möglichkeiten geben können die du jetzt hast, nätürlich kann man heimweh nicht durch materielle dinge ersetzen, aber du hast die chance dich weit zu entwickeln (du hast auch den vorteil 2 sprachen zu sprechen). natürlich ich verstehe dich, mit dem das du als ausländer abgestempelt wirst, so so sind leider die menschen, ignorant und voller vorurteile
Sehr schöner Text! Kann mit dir "mitfühlen", unserer Familie hat dies ähnlich erlebt.
ReplyDeleteEtwas möchte ich jedoch trotzdem anfügen: mir ist nun schon mehrmals aufgefallen, dass du ziemlich barsch auf negative Kommentare reagierst. "Wie dumm kann man bitte eigentlich nur sein?" oder "Falls du das Wort ARBEIT gehört haben solltest, wüsstest du, was das ist." Ich verstehe dich voll und ganz, dass man sich ab solchen Kommentaren aufregt, aber trotzdem finde ich, dass du da ein bisschen niveauvoller reagieren könntest, resp. dich nicht auf das Niveau solcher Kommentare "herablehnst" solltest.
Dein Blog ist toll, mach weiter so, ruhig auch mit mehr solchen eher nachdenklichen Post's :-)
im Leben muss man leider Kompromisse eingehen...es wird immer positive und negative Seiten geben. Menschen streben zwar nach dem "perfekten Leben", aber dessen Verwirklichung ist utopisch! Ich sehe das, was du geschildert hast ebenfalls bei meinen Eltern. In Polen konnten Sie sich damals kein gutes Leben aufbauen und sind folglich nach Deutschland gezogen. Jedes mal, wenn hier was schief läuft, bereuen sie ihre Entscheidung und bilden sich ein, dass es in ihrem Heimatland besser gelaufen wäre, wenn sie bloß geblieben wären. So eine Denkweise halte ich für totalen Schwachsinn! Zum einen wird nie-egal wo- alles optimal laufen, zum anderen blockiert man sich selbst und macht sich unglücklich mit so einer Denkweise...
ReplyDeleteWirklich schöner Text...
ReplyDeleteDazu empfehe ich dir den Film: Almanya-Willkommen in Deutschland...
Lief hier bei uns leider nie richtig im Kino, nur im VHS-Filmclub, dabei ist er wirklich klasse. Er erzählt die Geschichte einer türkischen GastarbeiterFamilie die nach Deutschland kommt, einerseits sehr lustig, andererseits auch total traurig...
Schau ihn dir an...auch im Film sind die Enkel mit der Frage konfrontiert "Bin ich Türke? Bin ich Deutscher?"
Sei immer stolz auf das was du bist! Manchmal bin ich auch so: Bin ich deutsch oder turkisch? Wie der Film schon sagte: man kann's nicht beantworten. Uzulme
ReplyDeleteIch habe zwar keinen Migrationshintergrund, aber ich bin ziemlich antifaschistisch und antirassistisch und deswegen macht mich das Thema auch unglaublich traurig.
ReplyDeleteZum Beispiel: Wenn einem Deutschen von einem Türken sagen wir mal die Vorfahrt genommen wurde, würden viele Deutsche anfangen zu fluchen über "Türken, die hier Gast in unserem Land sind und lernen sollen wie man sich anständig benimmt" und "Die Türken sind undankbar, bei denen im Land dürften sowas auch nicht machen" und all so ein Schwachsinn, den man leider mehr oder weniger freiwillig schon mal zu Ohren bekommen hat. Ich denke mir da immer: Hallo ähm gehts noch?
Viele Deutsche sehen die türkischstämmige Bevölkerung nicht als ein Volk mit vielen verschiedenen Individuen an, nein sie sind sich absolut überzeugt: Alle Türken sind gleich. Und bei dem oben gennanten Beispiel denke ich mir nur so: Ja, ist doof wenn sowas passiert. Mir wäre der Mensch dann auch unsympathisch. Aber er wäre mir ja nicht unsympathisch, weil er einen türkischen Hintergrund hat sondern weil ich sein Verhalten kacke finden würde. Und das würde ich genau so bei schwarzen, weißen, deutschen, italienern, Juden, Glatzköpfen und Menschen, die atmen, finden!! Und das verstehen viele nicht. Ich werde auch nicht jeden türkischstämmigen Menschen dieser Welt mögen, aber dann wegen seinem Verhalten und nicht wegen seiner Herkunft!
Wenn jemand mit mir anständig und respektvoll umgeht, dann behandel ich den Menschen genau so. Und davon sollten sich viele nochmal eine Scheibe abschneiden! (Und das sage ich als deutsche!)
Ich kann verstehen, das viele türkischstämmige Menschen sich hier nicht wohl fühlen, aber es sind nicht alle Deutschen so und das muss man auch beachten!!! Klar, wenn man immer selber in Schubladen gesteckt wird, warum sollte man über die Deutschen anders denken aber es gibt ja genügend Beispiele, die das wiederlegen.
Die Türken sind ein Teil unserer Bevölkerung und damit basta. Wir können doch nicht so eine große Gruppe von Menschen einfach ausschließen. Und ich hoffe, das sich türkischstämmige Menschen irgendwann auch als ein Teil von uns sehen.
Hallo Ayse,
ReplyDeletedein Post ist zwar einige Wochen her, aber auch ich wollte meinen "Senf" dazugeben. Bei mir war es mein Opa, der in den 70ern beschloss hierher zu kommen. Und ja auch er hat hier kein Geld investiert weil er, genauso wie die Mehrheit der Gastarbeiter in Deutschland, hier nur arbeiten und nach einigen Jahren in seine Heimat zurückkehren wollte. Ich selbst bin in der Türkei geboren (mein Vater lebte bzw. lebt in der Türkei, lange Geschichte) und habe dort die erste und die zweite Klasse der Grundschule besucht. Als meine Mutter entschied nach Deutschland "auszuwandern" kamen sehr viele Probleme auf uns zu. Ich habe innerhalb von wenigen Monaten die deutsche Sprache gelernt und war auch sonst besonders gut in der Schule. Auch mir bereitete man Schwierigkeiten bezüglich des Übergangs aufs Gymnasium und somit "landete" ich "nur" auf der Realschule. Aber ich habe angefangen den Berg von weiter unten zu erklimmen und habe nach meinem Realschulabschluss zunächst eine Ausbildung gemacht und anschließend über den zweiten Bildungsweg das Abitur nachgeholt. Heute studiere ich und wenn ich mein Studium durchstehe werde ich Lehrerin. Ich bin jetzt seit 16 Jahren in Deutschland und ich kann es mir nicht vorstellen in die Türkei zurück zu kehren. Meine Heimat ist dort, wo meine Familie, Freunde und Arbeit etc. sind. Und das ist eben in Deutschland. Was ich aber gar nicht mehr hören kann sind Kommentare wie: " Waaass, du bist gar nicht hier geboren? Aber du sprichst akzentfreies Deutsch!!" - "Es wird Zeit, dass sich "DIE TÜRKEN" (oder generell Ausländer) integrieren!" Also zum einen gibt es natürlich einige Mitbürger (die man aber in den Vordergrund puscht), die sich nicht integrieren wollen aber vielleicht auch einfach nicht können, weil wir Menschen nun einmal "Gewohnheitstiere" sind. Und zum anderen müssen wir auch endlich mal klarstellen, was "integrieren" überhaupt bedeuten soll? Denn mir kommt es immer wieder so vor, als ob die meisten das Wort "integrieren" mit dem Wort "assimilieren" verwechseln...! Unsere Väter, Mütter, Großväter (....) haben nicht nur einen riesigen Beitrag zum Wirtschaftswunder in Deutschland beigetragen, sondern auch Deutschlands Image nach dem zweiten Weltkrieg ein wenig verbessert (wenn auch die Geschehnisse im zweiten Weltkrieg nie in Vergessenheit geraten werden und nicht einfach so zu wieder gut machbar sind!!). Diese ständige Diskussion über "die Ausländer", tut mir leid für den Ausdruck. kotzt mich an!! Ich bin keine Ausnahme in meiner Umgebung...Es gibt viele Ausländer, die studieren. Es gibt viele, die einem regelmäßigen Beruf nachgehen und nicht vom "Papa-Staat" leben. Es gibt so viele Deutsche, die im Vergleich zu mir oder zu anderen Türken/Ausländern, wesentlich schlechter Deutsch sprechen...! Ich sehe natürlich ein, dass man die Sprache des Landes lernen muss, in dem man lebt. Aber "nur" weil wir hier leben heißt es nicht, dass wir "Schweinefleisch" essen müssen, unser Freund bei uns Zuhause schlafen darf usw. (das waren jetzt mal so typische Bespiele) oder, dass wir generell unsere Religionszugehörigkeit "wechseln" müssen!! Denn über das Thema Religion sollte man meiner Meinung nach erst gar keine Diskussion starten.
Sorry...für den zu langen Text :-) und schade, dass wir noch immer über so etwas reden müssen! Es sollte kein Unterschied aufgrund der Herkunft unserer Mitbürger gemacht werden, dann wir haben alle eines (uvm.) gemeinsam: Wir leben hier!
Lg